Wie ein leiser Geist, so durchsichtig

In dieser Zeit der ubiquitären Sprachlosigkeiten und zunehmenden Vermeintlichkeiten geschehen Dinge, die meiner Meinung nach schon bald immense Folgen haben werden für unsere und auch ähnlich gelagerte gesellschaftliche Netzwerke.
Eine der Ursachen sehe ich darin, dass in der Auseinandersetzung um die Deutungshoheit gerade die, die um sie mit allen Mitteln kämpfen, nachhaltig wirkende Irritationen auslösen. Und das insbesondere bei Kindern.
Kinder sind von vielen Meinungsträgerschaften oder sich dazu berufen fühlenden sogenannten Influencern, oder einfach nur auch von Kritikerschaften derselben, gerne angeführt worden, als die Infektiösen, Gefahrenverbreiter und zu Isolierenden. Ich will hier und jetzt nichts dazu ausführen, ob es dazu irgendeine nachvollziehbare wissenschaftliche Grundlage gab oder gibt, denn das überlasse ich gerne denen, die sich um die Deutungshoheit mehr streiten als um die Menschen, für die sie denken, Verantwortung zu haben. Und ich möchte mich abseits der politischen Notwendigkeiten von Sachverstand, Führungs- und Durchsetzungsstärke, Pragmatismus und sogenannter „klarer Kommunikation“ gerne der Sicht der Kinder auf das gerade stattfindende Geschehnis widmen.
Sie sehen die Welt mit ganz anderen Augen als Erwachsene und ich vernehme eigentlich tagtäglich und stetig, dass gerade die „großen Macher“ mit den eben genannten vermeintlich „notwendigen Machereigenschaften“ völlig darin versagen, sich der Sicht der Kinder anzunehmen. Sie versagen meiner Meinung nach vor allem darin, die Welt mit den Augen der Anderen sehen zu lernen, weil sie vielleicht auch viel zu sehr auf ihr vermeintlich herausragendes Ego konzentriert sind und sich dadurch so stark ein- und beschränken, dass sie nur noch sich selbst sehen können oder wollen.

Fatalerweise erweisen sich aber so gelagerte „Lebensanschauungen“ als spätere Ursachen für tiefste seelische Problemkonstellationen bei Heranwachsenden oder dann Heranreifenden. Wenn sich Elternteile dem Kindlichen verschließen, weil sie nur noch sich im Fokus haben, ihre Karriere, ihre vermeintlichen gesellschaftlichen Führungsfunktionen u.ä., dann bleiben viel zu oft die Kinder in ihrer Entwicklung auf der Strecke. Und was ich persönlich am Bedrohlichsten empfinde ist, dass es nun einmal der Gang der Dinge ist, dass aus kleinen Menschen große werden. Und dass sie in vielen, mir sogar persönlich bekannten Fällen, eigentlich nie eine wirkliche Chance von den sie Umsorgenden bekamen, sich zu eigenständigen Persönlichkeiten zu entwickeln.
Ein Grund ist, dass die Eltern eben jene o.a. Prinzipien der Verwirklichung ihrer ganz eigenen gesellschaftlichen Wertigkeiten höher gestellt haben als die „Sorge“ um ihre Nächsten. Vielleicht fällt es euch jetzt beim Lesen dieses kleinen Aufsatzes selbst auf, dass dieses Hinwenden zu „besonderer gesellschaftlicher Leistung“ vieler Erwachsener genau das vermissen lässt, was am Allerwichtigsten für Menschen ist – Liebe und Zuneigung. Und diese benötigt vor allem eines – Zuwendung und damit Zeit!
Wenn gesellschaftliches Funktionieren und „Emporstreben“ einen höheren Wert bekommt als das Kümmern“ um die Eigenen und Nächsten, vor allem also um die eigenen Kindern, dann bleibt es nicht aus, dass der kommunikative Grundkonsens eines sich herausbildenden Vertrauens schlicht und einfach auf der Strecke bleibt. Das zeigt sich u.a. darin, dass im besten Falle aus Verantwortlichen nur noch versorgende Leistungserbringer werden. Im schlechtesten Fall entfernen sich die Entwicklungsstränge der Handelnden soweit voneinander , dass sie sich im wahrsten Sinn des Wortes „aus den Augen“ verlieren.

Obwohl also räumlich betrachtet ganz nah beieinander, sind sie innerlich soweit voneinander entfernt, dass daraus Verlustirritationen vor allem bei den Kindern entstehen können.

Und weil ich euch ganz sicher nicht langweilen möchte mit meinen Ausführungen, möchte ich euch heute dazu anhalten, euch den hier genannten Hinweis zu Gemüte zu führen. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr das kleine Lied und die Präsentation einfach erst einmal auf euch wirken lasst.

Ich beleuchte nicht den Hintergrund der Produzentenschaft oder gar die technische Aufbereitung, die Musikkunst u.v.m., sondern mir geht es um die Gesamtschau des hier Vorgetragenen. Um die Wirkung auf mich und vielleicht auch auf euch. Ich denke, treffender kann es schwerlich kaum vorgetragen werden. Im Gegenteil, es ist wundervoll. Es ist die Sicht der Kinder auf das gerade ablaufenden Geschehnis. „Mit den Augen der Kinder“ betrachtet.
„Wie ein leiser Geist, so durchsichtig!“

Die Quellenangabe ist durch das veröffentlichte Stück selbst gewährleistet und wenn es euch gefällt, dann gebt vielleicht ein positives Zeichen dafür ab. Die Leute, die das produziert und daran teilgenommen haben, werden sich bestimmt darüber freuen.

Lebt, liebt, lernt und lacht !

Kinder-Eltern

Unser Verhältnis zu unseren Kindern – ein Aufsatz über Dich und Dein Kind

Dieser Tage sind viele von uns sicher in ihren Freizügigkeiten ganz erheblich beeinträchtigt. Das betrifft vor allem unsere Kinder, aber auch uns ganz persönlich. Wir sind wie „entmachtet“ und ich denke, ja, das trifft es, wir sind unserer Freiheit beraubt worden durch die, denen wir unser Vertrauen geschenkt haben, indem wir ihnen unsere Stimme gaben.
Das ist nur der Vorspann, um meine Beweggründe dieses Aufsatzes zu erläutern.

Wer kennt es nicht, dass das Verhältnis zwischen uns als Eltern oder Elternteilen zu den Kindern zeitweise oder auch über längere Zeiträume kritisch und angespannt ist? Und das, was jetzt gerade in unserer Gesellschaft passiert, hat durchaus die Kraft, genau dieses Kernverhältnis Kind-Elternteil zu eskalieren, zu vertiefen, sprachloser, „zeit“loser zu machen.
Ganz besondere Situationen sind vor allem dort vorhanden, wo sich die Eltern getrennt haben und nun – sozusagen „on top“ noch zusätzliche Probleme entstehen, z. B. hinsichtlich des regelmäßigen Kontakts, der uns in einer despotischen Art bekanntermaßen eingeschränkt wird.

Seitens der uns Durchregierenden scheint dieses spezielle Thema und die im Grunde genommen erschreckende und verstörende Konfliktfelderweiterung durch aufgedrückte Verhaltensregeln weitestgehend ausgeklammert zu werden, zumindest finde ich selbst kaum Erläuterungen dazu, wie die Betroffenen denn unter den „verordneten Maßnahmenbündeln“ mit ihrer Situation umgehen können.

Bevor ich nun beginne, noch ein Wort zu meiner Situation.
Die Mutter meiner Kinder und ich haben uns getrennt, da waren unsere beiden Kinder ca zweieinhalb und vier Jahre alt. Folglich spreche ich aus der Erfahrung als Scheidungsvater heraus. Ich möchte es gleich vorwegnehmen, meine Kinder und ich haben bis heute ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Erst unlängst hatte ich ein längeres Telefonat mit meinem Sohn und er brachte die Idee ein, dass ich doch unseren Gesprächsinhalt „zu Papier bringen“ solle, weil er die Meinung vertrat, dass meine Aussagen es wert seien, anderen mitgeteilt zu werden, die in einer „kritischen Situation“ mit den Eltern oder eben umgekehrt mit den Kindern leben.
Ich möchte noch besonders hervorheben, dass dieser Aufsatz bitte nicht den Eindruck erzeugen möchte, dass „ich weiß, wie es geht“ oder der Leserschaft gar vermitteln möchte, dass ich selbst ein ganz „großer Hecht im Teich bin“.
Im Gegenteil, ich bin nur Vater von zwei Kindern und ich lerne stets gerne dazu und mache mir Gedanken über ihr Wohl und Wehe, denn ich habe sie dereinst gerufen. Und auch wenn ihre Mutter und ich nun seit über zwanzig jahren getrennte Wege gehen, ich denke, wir haben uns wirklich und wahrhaftig Mühe gegeben, ihnen, also unseren Kindern, ein gutes Leben zu ermöglichen. Deshalb geht es in diesem Aufsatz auch nicht um Elternpaare sondern jedes einzelne Elternteil – Mutter und Vater als Einzelpersonen in Bezug zu den eigenen Kindern. Und falls es mehrere sind, dann um die Zweierbeziehung Kind-Elternteil, denn jedes Kind ist bekanntermaßen anders und jedes bedarf der auf seine Persönlichkeit ausgerichteten Fokussierung.

Wohl denn, beginnen wir.

Wo beginne ich denn nun am Besten?

Eines unserer Themen im o.a. Telefongespräch mit meinem Sohn war die Aussage, dass wir Eltern unseren Kindern gegenüber immer Verantwortung haben, denn wir haben sie schließlich in diese Welt gebracht. Sie sind demnach im wahrsten Sinne des Wortes unschuldig an der Situation. Vielmehr haben wir Eltern es so gewollt. Wir ermöglichten unseren Kindern ihr Leben und wir haben deshalb auch Verantwortung für sie, ganz gleich wie alt sie sind. Diese Verantwortung verändert sich sachgemäß im Laufe der Jahre von einem schützenden und be- und versorgenden Aspekt hin zu einem weisenden und entwickelnden Bereich.
Kinder können also wirklich gar nichts dafür, dass sie in diesem Leben sind. Und wir Eltern sind einzig und alleine Grund und Ursache dafür. Ich denke, das sollten sich alle Eltern immer und immer wieder vergegenwärtigen.
Unsere Kinder sind für gewöhnlich auch so orientiert, dass sie ihre Eltern zunächst einfach nur lieben, weil es die Personen sind, zu denen sie in den allermeisten Fällen auch einen sehr engen Bezug haben.
Sie sind ganz sicher auch nicht geboren worden, um das zu tun, was die Eltern für richtig und notwendig erachten, sondern sie sollten darauf vertrauen können, dass wir Eltern sie als freie Menschen lenken und anleiten und sie nur in verhältnismäßig wenigen, grundlegenden Dingen auch regelnd anführen. Führung und Aus“führung“ sind z. B. bei folgender Beispielsituation notwendig.
Du siehst Deine Kinder nicht mehr. Du wartest. Du wartest immer noch. Dann rufst Du. Sie antworten nicht. Durufst ein zweites Mal und sagst, es ist jetzt NOTWENDIG. Sie „führen“ aus.

Du gehst irgendwo spazieren und es sind viele Menschen um Dich herum. Die Kinder nehmen den Ausflug spielerisch, Du pausierst und sagst Ihnen, hier bitte zu mir, damit ich euch sehen kann. Sie führen aus.

ES sind demnach Situationen, in denen Du unmittelbare Aufmerksamkeit einforderst und die Kinder müssen lernen, dass diese NOTWENDIGEN Führungsansagen der Eltern umgehend ausgeführt werden. Zum Glück sind das nur sehr wenige Begebenheiten, in denen Du so vorgehen musst, doch die wenigen können Dich binnen Minuten in den „roten Bereich“ bringen.

Dennoch bitte ich darum, zu berücksichtigen: unsere Kinder sind nicht auf dieser Welt, um genau das zu tun, was wir Eltern in ihnen sehen und entwickeln wollen. Kinder sind keine Puppen, Roboter, Spielzeuge, mit denen wir Eltern entsprechend verfahren können und dürfen. Und sie sind auch nicht unter uns, um sich immer und immer wieder die ganzen Erfahrungen der Eltern anhören zu müssen oder zu dürfen, wenn diese ihnen irgendwelche Beispiele erläutern wollen, um ihre ganz eigenen Erziehungsabsichten und auf die Kinder bezogenen Ziele zu erzählen. Schon gar nicht, wenn es sie nicht interessiert. Ja, wir Eltern haben die Verantwortung, doch diese darf nicht verwechselt werden mit „Du tust, was ich Dir sage, weil es sonst böse enden wird, weil ich es selbst erlebt habe“ und und und.
Und wenn dann, wie es wirklich häufig geschieht, Eltern wieder auseinandergehen, weil sie sich nicht mehr Riechen und Sehen können, dann vergesst bitte niemals eure Kinder.

Sie sind völlig unschuldig an der Mann-Frau-Situation und -Beziehung.

Und genau dann beginnt ein ganz erheblicher Teil der jeweiligen Verantwortung der beiden Elternteile gegenüber dem Wohl und Wehe für die Kinder. Wie oft erlebe ich es, dass die Elternteile sich trennen und schon kurze Zeit später neue Partner haben. Was denkt ihr, wie das bei den Kindern ankommt? Habt ihr sie gefragt und ihre Meinung und Einstellung dazu angehört. Und habt ihr sie in eure Handlungen integriert? Habt ihr wirklich gelernt, mit den Augen der Kinder die Geschehnisse zu betrachten? UND das auch in eure Erwägungen zu implementieren?

Ich frage das an dieser Stelle deshalb, weil ich den Eindruck über viele Jahre bekommen habe, dass die Kinder nur ein Spielball sind, und dass teilweise sogar ein Elternteil oft so tut, als seien sie gar nicht mehr vorhanden. Leider betrifft das oftmals die Väter.

Hier will ich euch eines mit auf den Weg geben, wenn ich darf.

Seid immer und ständig zuverlässig. Das betrifft sowohl die Unterhaltszahlungen als auch die Besuchszeiten. Was der andere Elternteil mit dem bezahlten Unterhalt anstellt, das darf euch nicht vordergründig kümmern. Oft gibt es Streit über die Höhe dieser Zahlungen und viel zu oft werden die Kinder dann seitens des die Höhe der Zahlungen kritisierenden Elternteils als „Pfand“ oder gar als „Druckmittel“ eingesetzt, wenn es um die, genauso wie die Unterhaltszahlungen, rechtlich geregelten Besuchszeiten geht.

Denkt immer wieder daran: die Kinder sind unschuldig an der Situation.

Sie wurden weder gefragt, ob sie euch als Eltern aussuchen können, noch können sie die jeweilige Situation zwischen den Eltern maßgeblich beeinflussen (zumindest wenn sie noch Kleinkinder und Teens sind). Nicht umsonst hat der Gesetzgeber in Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Professionen, die in dieser Sachlage maßgeblich sind (z. B. Kinderpsychologen, Sozialarbeiter, Erzieher und Pädagogen u.v.m.) Orientierungswerte geschaffen, die natürlich zwischen den Elternteilen im Falle einer Trennung „vereinbart“ werden können (Stichwort Scheidungsfolgenvereinbarung) , bevor z. B. eine gerichtliche Trennung erfolgt.

Mir hat bei meiner eigenen Trennung ein erfahrener Kinder- und Jugendpsychologe drei sehr wichtige Ratschläge erteilt, die ich niemals vergessen werde und an die ich mich immer gehalten habe. Ich zitiere sie hier einmal. Vielleicht sind sie für euch relevant? Für mich sind sie es, denn sie legten den Grundstock für ein gute Umgehensweise mit den Stiuationen, die für die Kinder von besonderer Tragweite in ihrer eigenen Entwicklung sind, die aber auch für euch wichtig sind.

1. Du bist IMMER zuverlässig in Sachen Unterhalt und Besuchszeiten. Du wirst niemals auch nur ein einziges Mal unzuverlässig sein. Du wirst das auch einfordern, denn es ist wichtig für DICH und DEINE Kinder, wenn es z. B. um das Thema „Gemeinsame Zeit“ geht.
2. Du kannst gegenüber Deinem Ex-Partner kritisch sein, doch Du trägst das NICHT in Dein Verhältnis zu Deinen Kindern.
3. Du wirst Dir eine Wohnsituation schaffen, in der Deine Kinder ein eigenes Zimmer haben, mit eigenen Spielsachen und einem eigenen Zuhause und das wird solange der Fall sein, wie sie Dich besuchen und noch nicht auf eigenen Beinen stehen.

Deine Kinder brauchen Deine Zuverlässigkeit.

Diese darf niemals aussetzen, ob es Dir nun gefällt oder nicht. Du siehst es als bedeutsam an, selbst zuverlässig zu sein und Dein Ziel ist immer 100%.
Es sind Deine Kinder und Deine Besuchszeiten (bei Paaren – Gemeinsame Zeit), die Du auch nicht ein einziges mal aussetzen wirst, denn sie brauchen diese Form der Verlässlichkeit und vor allem der Vertrauensbildung.

Sollte das nicht so möglich sein – warum auch immer – dann arbeite an Dir. Siehe es bitte immer auch aus Sicht Deiner Kinder. Sie sind unschuldig an der Situation und sie konnten es sich auch nicht frei aussuchen, sondern sie sind in der jeweiligen Situation und können nicht ohne weiteres daraus entweichen. Das betrifft insbesondere die alltäglichen Situationen. Und wenn wir das auf einen gesunden und ganz normalen Familienalltag herunterbrechen, dass wird aus Besuchszeit ein „Miteinander Zeit verbringen“!

Also, sei zuverlässig und kümmere Dich darum, dass Du niemals Aussetzer hast, sei es bei Besuchszeiten oder beim „Miteinander Zeit verbringen“.

Nun werden Kinder, wie alles im Leben, älter und entwickeln sich. Der Schwerpunkt meiner Darlegung liegt hierbei auf dem Begriff „Entwickeln“. Unsere Kinder entwickeln sich jeden Tag, jeden Monat, von Jahr zu Jahr, das steht ausser Frage. Aber fördern wir sie dabei auch? Entwicklung ist, ganz gleich was wir auch unter diesem Aspekt betrachten, immer aufs Engste mit Förderung verbunden. Und hier ganz speziell damit, wie wir als Eltern die Kinder fördern. Nun betrachten viele Eltern nach meinen eigenen Beobachtungen ihre Kinder zu stark durch die „eigene Brille“. Damit meine ich, die Eltern scheinen vermeintlich dazu in der Lage zu sein, zu wissen, was genau Fördern bedeutet.
Wenn Du nur Deine eigene Sichtweise zu diesem Thema betrachtest, dann werden alle Eltern hier sehr viel auszuführen wissen. Eigentlich logisch, oder?! Du weißt, was für Deine Kinder gut ist. Du weißt, was sie lernen usw. sollen, damit „etwas aus ihnen wird“. Doch ist das wirklich Fördern oder ist es nicht eher eine sehr eingeschränkte und damit vielleicht sogar fehlererzeugende Sichtweise der Thematik „Förderung“.
Wenn Du die Welt nur aus Deinem Blickwinkel betrachtest und meinst, das sei die Wirklichkeit, dann denke jetzt doch einmal darüber nach, wieviele Menschen sich Deiner ganz eigenen Sichtweise anschließen werden? Und? Stellst Du vielleicht fest, dass ein und dieselbe Sache, ein- und derselbe Geschehnisablauf ganz unterschiedlich betrachtet werden kann und wird?! Ich möchte Dir nur kurz eine wissenschaftliche Erkenntnis dazu vermitteln. Es gibt einschlägige wissenschaftliche Untersuchungen z. B. zur Wertigkeit von Zeugenaussagen. Und es wurden ganz einfachen Tatsachenbeständen beobachtet und die Aussagen dann ausgewertet.
Wann, wie sah es aus, wieviele Menschen waren zugegen, welche Farbe hatte das Auto, welcher Autotyp war es usw.. Die Ergebnisse dazu zeigen eindeutig, dass 90% aller in einem Tatbestand abgegebenen Zeugenaussagen schlicht falsch sind!
Und jetzt wieder zur Förderung unserer Kinder. Denkst Du vielleicht auch, dass Deine ganz eigene Ansicht nur ein winzig kleiner Ausschnitt der Wirklichkeit ist und dass Du vielleicht völlig falsch liegst mit den dieser Ansicht zugrunde liegenden Interpretationen von Wirklichkeit?! Wenn es also um die Förderung von Kindern geht, dann gibt es prinzipell zwei unterschiedliche Wege. Den einen Weg habe ich gerade angerissen. Er ist meines Erachtens der, den weit über 90% praktizieren. Der andere Weg ist der, dass Du genau beobachtest und dann Dich selbst reflektierst. Was kann ich denn entwickeln, wo sind Ansätze erkennbar, die für eine Förderung ein erkennbares und nachvollziehbares Potenzial aufweisen? Das bedeutet, dieser Weg ist damit verbunden, dass Du nicht das in den Fokus stellst, was DU als wichtig betrachtest, sondern Du beobachtest, bewertest und förderst das, was Du in Deinen Kindern erkennen kannst. Malen Sie gerne, Lesen Sie, Spielen Sie und mit was, Unterhalten Sie sich gerne, haben Sie Phantasien und äussern diese auch ohne Vorbehalt Dir gegenüber?
Letzteres ist übrigens ein Kennzeichen für Vertrauen zwischen Dir und Deinen Kindern. Gibt es Themenbereiche, die tabu sind? Wie reflektierst Du Phantasien, Träume, Visionen – was auch immer – Deiner Kinder? Lässt Du sie überhaupt zu? Kommen Deine Kindern gerne zu Dir, um Dir von Träumen, Phantasien oder einfach nur von ihrer jeweiligen Interpretation von Geschehnissen zu berichten?
Nimmst Du Dir wirklich Zeit? ZEIT ! Gehst Du auf Ihre Wünsche und Vorstellungen wirklich ein oder müssen sie sich gar Strategien zurechtlegen, um durch Deine Filterblasen zu kommen und damit auch ihr ureigenstes Anliegen überhaupt erst einmal darstellen zu können?
Na!? Ganz ehrlich!?
Ich sehe in dem hier abstrahiert beschriebenen Ablauf eines der Hauptprobleme in der zunehmenden Entfremdung von Kindern und Eltern. Zurück zum Fördern. Der hier angerissene „zweite Weg“ sieht demnach genau hin und fördert zu Beginn vor allem eines, die Phantasie, die Merkfähigkeit, die Kreativität, die Musik, das Malen und Tanzen, was auch immer. Wann habt ihr zum ersten Mal „Memory“ gespielt, gepuzzelt, Spiele des Jahres gekauft und dann gespielt? Wie genau machst Du es denn?
Oder habt ihr zusammen gekocht? Gar etwas gebaut? Gemalt? Neu gepflanzt? Boden bearbeitet? Vögeln zugehört? Einfach nur miteinander verweilt und etwas getan, was auch BEIDE zusammen an etwas teilnehmen lässt?
Das ist ein sehr wichtiger Aspekt des „zweiten“ Wegs. Das Miteinander, das gemeinsam Zeit verbringen. Und das I-Tüpfelchen ist dann, dass Du Dich nicht nur einbringst, sondern einfach z. B. weil Du „entwickeln“ möchtest, Gedanken Deines Kindes zulässt, ohne sie bewertend zu interpretieren, es sei denn – und das ist erneut ein großes Zeichen in Sachen Vertrauen – Du wirst darum eindeutig angefragt oder bekommst „das Wort“ zugeteilt durch Dein Kind.
Dazu komme ich später noch einmal.
Zeit miteinander verbringen, ohne irgendwelchen Sinn außer dem „Miteinander zu sein (Sein)“. Wann und wie oft hast Du solche Zeiten mit Deinen Kindern verbracht?
Warum reite ich so auf dieser Tatsache herum?

Sie ist für mich ein Grund, dass sich Kinder und Eltern voneinander entfernen. Und wenn sie sich voneinander entfernen, dann wird das eigentlich tiefste Vertrauen ausgetrocknet. Denn es sind DEINE KINDER und nicht irgendwelche beiläufigen Begegnungen. Vergegenwärtigst Du Dir das wirklich? Es ist nicht ´mal so einfach dahergesagt.
Wenn Du fördern möchtest, und das ist sehr wichtig, dann schenkst Du Zeit. Und Du forderst und förderst diese gemeinsame Zeit nach Kräften! Das bedeutet, Du animierst auch. Du versuchst, Dein Ziel gemeinsamer Zeit dahingehend zu entwickeln, dass Du immer wieder und wieder einen Weg suchst, um gemeinsame Zeit miteinander zu haben.
Dazu gehört natürlich ein Zeitmanagement, doch das ist schlicht unsere Bringschuld an unseren Kinder, denn wir haben ihnen das Leben ermöglicht und wir wollen nur das Beste. Aber erreichen wir sie mit unserer Absicht auch?
Unsere Kinder sind vor allem eines, sie sind freie Menschen, die ihr freies und unabänderliches Recht haben, Fragen zu stellen, Dir etwas stolz zu zeigen, was sie gemacht oder erlernt haben oder einfach nur davon zu erzählen, was sie gerade bewegt. Und genau dafür kann man „gemeinsame Zeit“ auch zum Einsatz bringen.
Kennst Du es nicht, dass gemeinsame Küchenarbeit, Gartenarbeit, gemeinsames Film anschauen, Musik hören, was auch immer, die Menschen zum Austausch anregt?! Man kommt miteinander ins Gespräch! Und hier genau setzt Förderung des „zweiten Wegs“ an.
Dieser Weg ist u.a. gekennzeichnet davon, dass Du Zeit gibst, zuhörst, nur bewertest, wenn Du dezidiert dazu aufgefordert wirst, dass Du ein Gespräch mit den Komponenten Verständnis, Nachvollziehbarkeit, Trost, Zuneigung, Freude vermitteln, Anteilnahme zeigen „garnierst“. Du förderst also!

Ich kenne eine Mehrheit an Eltern-Kind-Konstellationen, in denen dieser „zweite Weg“ nie beschritten wurde. Noch nicht einmal ansatzweise. Und dafür muss man weiß Gott nicht studiert haben, denn ganz gleich auf welchem intellektuellen Level, ganz gleich in welcher wie auch immer gearteten Lebenssituation Kind-Eltern-Beziehungen stattfinden, immer und immer wieder ist es DEINE Verantwortung, Deine Zuneigung und damit Aufmerksamkeit gegenüber DEINEN Kindern zu zeigen, zu entwickeln, am Leben zu erhalten und ggf. sogar zu fördern. Zeit geben!
Zeit miteinander verbringen und diese Gemeinsamkeit als Zeichen des gegenseitigen Vertrauens und der Liebe immer mit Nahrung zu versorgen, das ist DEINE Verantwortung. Und Du kannst am Ist-Zustand Deines Eltern-Kind-Verhältnisses sehr wohl und treffsicher ablesen, ob dieses Vertrauen, das gerne miteinander Zeit zu verbringen, überhaupt noch vorhanden ist oder ob es jemals wirklich existiert hat und diese Nicht-Existenz dann sogar ein Grund für den Konflikt darstellt, den Du u.a. darin spürst, dass sich Deine Kinder von Dir abwenden.
Und ich meine das wirklich im wahrsten Sinne des Wortes so. Abwenden! Weggehen! Keinen Kontakt mehr! Keinen Austausch! Und egal wie Du Dich auch immer verhalten hast in Bezug auf Deine Kinder, es tut einfach weh! Ja, dieses Abwenden bedeutet für uns als Eltern Schmerzen, denn es spricht unsere tiefsten Instinkte an, die u.a. damit zu tun haben, dass wir als Menschentiere Rudelwesen sind und Rudelmitglieder weggehen zu sehen, das schmerzt einfach, denn es ist ein Verlust für Dich als Individuum wie auch für die gesamte Gruppe oder eben die Familie, das Rudel. Ihr seht, ich fokussiere nicht nur auf das Kind, sondern ich habe auch den Aspekt, der Dich Elternteil direkt anspricht und sich um Dich kümmern möchte und Dich nicht darauf beschränkt, Vorbild, StetsliebendeR, FürsorglicheR, VersorgendeR u.ä. zu sein. Sondern Du als Mensch bist mit denselben Vorgehensweisen zu behandeln. Du bist es genauso wert wie jedes Deiner Kinder.

Und damit bin ich bei dem Aspekt, der dem Kind ab einem bestimmten Alter auch etwas zutraut, ihm die Fähigkeit zuschreibt, eigene Handlungen zu bewerten und zu reflektieren. Wir als Eltern dürfen das durchaus einfordern, denn auch wir sind Menschen, die denselben Respekt, dasselbe Vertrauen und dazugehörige „Zeit-nehmen-Anteile“ benötigen, um uns zu öffnen, die Liebe gestärkt fühlen zu dürfen. Auch wir Eltern haben starke und schwache Momente, wünschen uns immer wieder einmal die „zu uns durchdringende Geste“, um „Zeit miteinander zu bekommen“.

Im Organisationswesen, vor allem wenn es um ausschließlich stringent hierarchische Systeme geht, spricht man gerne von einer sogenannten „Bringschuld“. Das ist der falsche Begriff im hier dargestellten Zusammenhang, denn ich habe bereits oben ausgeführt, dass wenn wir von den großen Begriffen „Schuld“ und „Unschuld“ sprechen, dann würden wir aus diesem Modell der „Bringschuld“ heraus, eine stets und ein Leben lang währende Bringschuld der Eltern gegenüber ihren Kindern ableiten können. Weit gefehlt.
Kinder sind Menschen, die sich entwickeln, die Heranwachsen und dann ihre Rolle und Funktion suchen und finden, sei es befristet, vielleicht auch immer einmal wiederkehrend oder eben ein Leben lang. Und damit werden sie auch eigenständige Persönlichkeiten. Und sie können, wenn wir sie in dieser Hinsicht weisend behandelt haben, auch erkennen mögen, dass ihre Eltern denselben Respekt verdienen, der ihnen als Kinder und Heranwachsende gegenüber „eingebracht“ wurde.

Wenn ich mir so meine Netzwerkssituationen ansehe, dann sehe ich allenthalben, dass eindeutig erkennbare Verhaltensweisen im zwischenmenschlichen Bereich der Familie die Ursache für teils sehr tiefgreifende Konflikte und damit einhergehende Eskalationsstufen sind. Und weil es mir wichtig ist und mein Sohn und ich ein gutes Telefongespräch miteinander zu diesem hier beschriebenen Themenbereich hatten, habe ich meine eigene Sichtweise vorgestellt, um euch vielleicht ein wenig Hilfestellung für „euer Miteinander“ zu leisten.

Zusammenfassend könnte ich hier gerne festellen, dass wir unsere Kinder aufrichtig, liebend weisend und respektierend, dass sie als Mensch wertgeschätzt werden, behandeln können, wenn wir es wirklich wollen. Willst Du es?

Vielleicht konnte ich euch ein paar Hinweise geben, über die ihr jetzt nachdenken könnt oder es eben lasst. Solltet ihr nachdenken und etwas erkennen, das ihr in eurem Alltag genauso empfindet wie ich es hier dargestellt habe, dann ist genau das meine Absicht gewesen. Was ich mir persönlich wünsche ist, dass in der Folge dessen, was ich gerade beschrieben habe, bei euch der Satz vorkommt: „Hast Du einmal etwas Zeit für mich? Ich möchte gerne mit Dir reden!“.

Ja, das beseelt mein Herz und ich freue mich für die, die jetzt mein Lächeln erkennen. Denn dann haben wir beide eine Ebene miteinander gefunden, auf der wir uns Zeit schenken.

Ich ende meine Texte zu gerne mit dem Leitsatz meines Lebens, und deshalb sei er hier als Schlusssatz benannt:

Lebt, liebt, lernt und lacht!

 

Konzerthäuser und andere Destinationen

Evidenzbasierte Argumentation bedeutet schlicht und einfach, ich habe zugrundeliegende Untersuchungen und Untersuchungsergebnisse und anderweitige Quellenangaben zur Verfügung, um meine Argumentationslinie nachvollziehbar zu machen und um sog. Faktenlagen zu belegen.
Wenn ich z. B. in der Situation wäre, entscheiden zu müssen, ob ich bestimmte Destinationen in geschlossenen Räumen (z. B. einen Konzertsaal, ein Theater, ein Stadion) oder offenen Destinationen (Skigebiet, Naturpark, Naherholungsgebieten) einzuschränken, dann gäbe es je nach Zeitpunkt und damit Vorliegen von wissenschaftlichen Untersuchungsergebnissen prinzipiell drei Vorgehensweisen:
1. Ich habe keine Ergebnisse und schließe
2. Ich schließe und sobald ich Ergebnisse habe, öffne ich unter Berücksichtigung der Ergebnisse
3. Ich habe Ergebnisse, die mir sch…egal sind und ich ziehe meine Linie durch und propagiere mich als den Mutmacher, den Kümmerer, Hauptsache ICH ICH ICH
Zu den Konzerthäusern gibt es eine wegweisende und neue Untersuchung. Schaut bitte unter dem u.a. link und dann schaut euch die Reaktionen dazu an. Wie lange wird es wohl dauern, bis diese Ergebnisse bei allen Entscheidungsträgerschaften (selbsternannten, legitimierten, indirekt legitimierten oder sich einfach nur selbst kaprizierenden) angekommen sind UND wie lange es dann noch dauert, bis die Folgen und Empfehlungen durch die Gehirne gesintert sind und adäquate Änderungen von bestehenden Regelwerken zum „Schutz“ der Bevölkerung zur Folge haben.

https://www.konzerthaus-dortmund.de/aerosolstudie/

Das europäische Unionsrecht steht über dem nationalen Recht.

Thema: Lockdown-Maßnahmen oder „Nebenwirkungen“ derselben auf Unternehmen, Selbständige, Freischaffende.
Unlängst berichtete ich in meiner nicht immer heimelig und konformen Art, dass es ggf. sehr spannend werden könnte für Exekutivorgane jeglicher staatlichen Ebene, wenn….
Unionsrecht contra nationales Recht unter Bezug auf unternehmerisch relevante Folgewirkungen. I
Ich bin KEIN Rechtsfachmann, dennoch kenne ich mich in einem Teil des Unionsrecht aus, z. B. wenn es um Fördermaßnahmen geht. Hier gibt es nur wenige Ausnahmen, die seitens der EU NICHT ratifiziert und als konform freigegeben werden müssen. Sie umfassen zum größten Teil die unter der sogenannten Daseinsvorsorge definierten gesellschaftlichen Bereiche und werden in Höhe und zeitlicher Befristungdurch durch die EU regelmäßig genehmigt. Dazu gehören z. B. und u.a. Krankenhäuser und Schulen sowie Universitäten (Gesundheits- und Bildungsvorsorge) oder auch der Öffentliche Personennahverkehr u.e.m..
Wenn jetzt der Bund den unternehmerisch tätigen Menschen, ganz gleich in welcher gesellschaftsrechtlichen Form sie am Markt teilnehmen, sog. Überbrückungshilfen anbietet, dann müssen diese natürlich auch eine Konformitätsprüfung durchlaufen, um sicherzustellen, dass sie z. B. nicht zu Beeinträchtigungen und Einschränkungen der Wettbewerbsfähigkeiten im europäischen Kontext führen oder gar Wettbewerbsverzerrungen im selben Kontext zur Folge haben könnten. Kernpunkt dieser Prüfung ist das Beihilferecht. Ich habe dazu bereits berichtet.
Doch nun kommen wir zum Thema der Einschränkungen des Wettbewerbs durch Lockdown-Maßnahmen. Und hier wird es für die betroffenen Menschen, die als Unternehmen eingetragen sind, hoch interessant. Ganz besonders für Unternehmen, die nachweisen können, dass ihre Dienstleistungen grenzüberschreitend angeboten werden oder auch nur angeboten werden könnten. Das mag jetzt etwas schwieriger sein für einen regional und lokal aufgestellten Bäcker oder Frisör sein, denn seine Kundschaft wird für gewöhnlich regional und lokal ausgerichtet sein. Doch in dem Moment wo z. B. Produkte ausserhalb eines Radius von mehr als 50 km zum Hauptumsatzbringer gehören, vor allem dann, wenn es sich um grenznahe Unternehmensstandorte handelt oder eben um exportorientierte Hersteller von Waren und Dienstleistungen, wird es hoch interessant.
Das Unionsrecht schreibt zwingend vor, dass der grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsverkehr NICHT durch nationale Gesetzgebungen behindert werden darf. Folglich können demgemäß ausgesprochene Zwangsmaßnahmen auf ganz gleich welcher staatlichen Ebene rechtlich bewertet werden. Wenn also z. B. ein Hersteller von Frisörbedarfen, von Kunststoffartikeln u.v.m. durch entsprechende Maßnahmen bei der Herstellung und der Produktion, dem Vertrieb „sanktioniert“ wird und gemäß EU-Recht Einspruch einlegt (Rechtsmittel einlegt in Bezug auf die einschlägige EU-Gesetzgebung), dann ist die Institution, ja sogar der einzelne Sachbearbeiter in der Haftung, falls es um dann stattfindende Gerichtsverfahren geht, denn jede Sanktion darf NICHT das nationale Recht als Begründung heranziehen, wenn es ein darüber liegendes geltendes Unionsrecht betrifft bzw. muss genau dargelegt werden, inwiefern es mit diesem konform ist.
Und genau das ist der Punkt, wo ich nur sagen kann, AUFPASSEN !
Dank eines Interviews der Zeitung Nord-Kurier, das gerade erst veröffentlicht worden ist (und wofür ich sehr dankbar bin), habe ich mich veranlasst gesehen, euch das mitzuteilen.
Der link dazu ist u.a., da ich ja möchte, dass ihr meine Informationen selbst prüfen und euch eure eigene Meinung dazu bilden könnt. Ich persönlich empfehle, dieses wegweisende Interview allen unternehmerisch tätigen Menschen zur Verfügung zu stellen, damit sie ggf. überprüfen lassen können, ob sie weiterführende rechtliche Schritte avisieren, um sich gegen sie im freien Unternehmertum erheblich beeinträchtigende Maßnahmen im Rahmen der Lockdown-Maßnahmen zu verwehren.
Und auch hier gilt das Prinzip des Nicht-Verjährens, wenn denn ein Rechtsmittel fristgemäß und inhaltlich begründet eingelegt wurde. Inwiefern es dort anderweitige Regelungen gibt, befragt bitte Anwaltskanzleien eures Vertrauens, die sich mit dem Unions-Wettbewerbsrecht auskennen. Sicherlich gibt es da einige Kanzleien, die sich sehr gut auskennen.

https://www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft/koennte-eu-recht-den-corona-lockdown-sprengen-0641971201.html

Überbrückungsgelder – wo sind sie denn? Ein Lösungsansatz

Ich schreibe hier ja auch dem Aspekt heraus, ein Zeugnis zu haben. Ja, ihr ganzen anonymen Denunzianten.Es ist auch an euch gerichtet, die ihr nichts auf die Kette bekommt, ausser den Blockwart zu machen.
Das ist nicht dsystopisch, utopisch oder gar illuminerend, es ist eine ganz wirklich stattfindende Tragödie. Das Sterben der Unternehmen, weil Laien und Selbstdarsteller sich über alle Fachwelt erheben und sich selbst rechtfertigend und euphorisch Mut machend die ganze Gesellschaft mit ihrem selbstgewebten Leichentuch überziehen.
Überbrückungsgelder – wo sind sie, wo bleiben sie?
Es war Fachleuten wie mir von vorneherein klar, dass die Abstimmung auf europäischer Ebene zu Verzögerungen führen wird. Und nun müssen im Nachhinein „Anpassungen“ vorgenommen werden, die sowohl bestehende wie auch zukünftige Antragstellungen ganz erheblich verändern werden oder sogar zu Rückzahlungen und dem Subventionsbetrugsverdacht führen werden. Das ist ganz grosses Kino und ein Schlachtfest der Bürokratien auf dem Rücken des Unternehmertums.
Dabi gibt es ein geeignetes Instrument, das schon seit Jahrzehnten bekannt und vor allem praxiserprobt war. Es handelt sich dabei um „Regionalisierte Teilbudgets“. Macht euch schlau. Sie sind regional-lokal ausgerichtet und werden sozusagen vor Ort auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte zur Anwendung gebracht. Eine EU-Konformität bestand und kann schnell revitalisiert werden. Die Vorteile gegenüber der momentanen Anwendung von Förderinstrumenten in sachen Überbrückungshilfen für Unternehmen sind, dass sowohl EU,- Bundes,-Landes- wie auch Kommunalmittel zur kombinierten Kofinanzierung eingesetzt werden können, dass die Ausführung und Kontrolle vor Ort stattfindet und dass sie um Längen schneller treffsicher zum Einsatz gebracht werden können. Und es gibt damit umgangserfahrenes Personal auf allen involvierten Ebenen. Doch statt sich vehement dafür einzusetzen, knicken Landräte, Bürgermeister, Landtags- und Bundestagsabgeordnete, Ministeriale weg. Zum Teil, weil sie es gar nicht wissen wollen, zum Teil,weil es sie Null interessiert, wenn ihnen Fachleute solche Ratschläge geben und tlw. auch, weil sie sich lieber gerade als die Mutmacher und hohle Phrasenschwurbler kaprizieren möchten, weil wir ja eine GROßE LAGE haben.
Doch das hilft nicht in der jetzigen Situation. Im Gegenteil. Es werden tausende Unternehmen und hunderttausende Arbeits- und Ausbildungsplätze vernichtet und es wird Jahrzehnte dauern, wenn es überhaupt möglich ist, das irgendwie zu revitalisieren.

Es gibt bei dem Instrument eigentlich nur Vorteile, wenn es angewandt wird. Und es hat vor allem einen ganz großen Effekt: es ist schneller als die Überbrückungsgeld-Maschinerie des Bundes und der entsprechenden Förderbanken. Zudem , ich wiedrhole mich, kann es „vor Ort“ zur Anwendung gebracht werden und ist somit auch stringenter kontrollierbar und damit treffsicherer.

Also merkt euch: Regionalisierte Teilbudgets.
Wer eine bessere Strategie hat, die die o.a. Merkmale aufweist, kann sich gerne an mich wenden. Wer wissen möchte, wie sie funktionieren, wie man sie revitalisiert und kurzfristig zur Anwendung bringen kann, der oder die dürfen sich auch gerne an mich wenden. Ich helfe gerne!

Plebiszitäre Beteiligungsverfahren – Machbarkeitsstudien – A2 A39 Cremlingen Königslutter

Das avisierte und allenthalben seitens politischer Entscheidungsträgerschaften überwiegend als Notwendigkeit erachtete geplante Gewerbegebiet am Autobahnkreuz Wolfsburg/Königslutter an der A2 und A39 wird jetzt von der überwiegenden Mehrheit als „beteiligungspflichtig“ interpretiert. Oder sollten wir besser sagen „beteiligungsnotwendig“ ? Sucht es euch aus. Ihr könnte aber auch erst einmal diesen kleinen Aufsatz lesen, um euch dann eine Meinung zu bilden oder die bestehende ggf. etwas zu variieren.
Dass überhaupt ein neues Gewerbegebiet avisiert wird, ist alleine schon eine Farce mMn, existieren doch unweit noch sehr große Flächenpotenziale, die bereits im Planverfahren sind oder dieses bereits abgeschlossen haben. Dort wurden lediglich die sogenannten Träger öffentlicher Belange angehört und nicht so ein Budenzauber veranstaltet, wie es jetzt bei dem neuen Vorhaben zwischen Cremlingen und dem Autobahnkreuz A2 / A39 der Fall ist.
Einzig die Grünen haben den gerade angerissenen Sachzusammenhang angesprochen, bei den anderen Parteien herrscht anscheinend schon eine vorauseilende Einigkeit hinsichtlich der Schaffung eines neuen Gewerbegebiets an der A2/A39.
Doch ist diese traute Einigkeit wirklich sachlich/fachlich begründet, also fachlich und damit inhaltlich begründet? Gäbe es denn die viel beschworene regionale Zusammenarbeit wirklich, dann wäre es ja durchaus denkbar, dass sich die Oberzentren und die umliegenden Landkreise darauf verständigen, z. B. Ansiedlungsschwerpunkte herauszuarbeiten, um dann daran orientierte Flächenausweisungen nach und nach ins Werk zu setzen. Doch das ist nicht der Fall. Wohl aber redet man seit Jahrzehnten darüber, doch verbindliche Übereinkünfte – Fehlanzeige.
Das ganze Possenspiel ist fast so ähnlich wie bei der gerade ins Werk gesetzten Wirtschaftsförderungs-GmbH in meinem Landkreis, der man ja durchaus so eine komplexe Aufgabenstellung übertragen könnte. Stattdessen schwurbeln die neuen Geschäftsführer (im Übrigen völlig unerfahrene Grünschnäbel in Sachen kommunaler Flächenentwicklung) und zwei Großg´pfupferte darüber, dass man ja nur Stück für Stück an einer abgestimmten Entwicklung arbeiten können. Und ein ganz fantastischer Schausteller dieses Possenspiels meint sogar, man müsse gute 15 Jahre investieren, um erste Ergebnisse erkennen zu können. Ja, was hat man denn die vergangenen 30 Jahre gemacht ohne ihn? Soll ich es euch sagen, man hat schlicht und einfach tausende Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen und gesichert, man war im wahrsten Sinne am Markt und entwickelte neue Flächen (z. B. in der Gemeinde Lehre), besorgte Millionen an Fördermitteln, dass das Schauspiel des Großg´pfupferten überhaupt erst ins Werk gesetzt werden konnte. Und man war jahrzehntelang nicht so einfältig, dass der Landkreis eine GmbH ins Werk setzt, bei der er den Hauptteil der Finanzierungen aufbringt, letzten Endes doch qua Stimmanteilen von den anderen Gesellschaftern immer und stets überstimmt werden kann. Das muss man erst einmal hinbekommen!
Zurück zum Gewerbegebietsplan an der A2 bei Scheppau.
Ich denke, Nein! Es gibt keine evidenzbasierten Ergebnisse hinsichtlich einer greifbaren und verbindlichen regionalen Zusammenarbeit im Bereich der gewerbeorientierten Flächenentwicklung. Es ist alleine politisch induzierte Schwurbelei, vielleicht auch, um sich selbst zu kaprizieren und sich zu „kümmern“, um dann auf irgendwelchen netten Fotos den Macher zu markieren, der außer Chaos nichts auf den Schirm bekommt, aber eben ganz, ganz groß tut. Dieses „Kümmersyndrom“ aber ist vorgegeben, ja, es ist oberflächlich, proklamatorisch und vor allem spürbar unsachlich! Nicht nur Neindorf/Ochsendorf wartet gleich in Sichtweite vom Autobahnkreuz A2 /A39, nein, auch Barmke bei Helmstedt und erst recht Buschhaus und das vergleichsweise riesige ehemalige Bergbaurevier zwischen Helmstedt und Schöningen. Sie alle harren der Entwicklung und Belegung. By the way, die eben angesprochene GmbH will „sich noch finden“. Schon alleine daran mag man erkennen, dass anscheinend niemand in verantwortlichen Funktionen ist, der folgerichtig so eine Aufgabenstellung genau auf so eine GmbH delegiert. Warum nicht? Weil es Laien sind, die das Ganze ins Werk setzen. Laut herumkrakehlende Gockel, die außer sich Aufzuplustern und Herumzukrähen nichts weiteres auf den Schirm bekommen. Wären es Profis, dann müsste sich fast wie selbstverständlich mindestens eine der Aufgabenstellungen genau auf die gerade angesprochenen Problemkonstellation beziehen. Stattdessen werden jahrzehntelange erfolgreiche Arbeiten negiert, die Verantwortlichen diskreditiert und totgeschwiegen und, was noch viel schlimmer ist, es wird nicht WEITERGEARBEITET daran. Man erfindet einmal mehr lieber zum zigsten mal das Rad neu und tut so, als sei man der Heilsbringer, statt einfach nur weiterzuentwickeln und vor allem Fachleute zum Einsatz zu bringen, die genau wissen, wie kommunale Flächenentwicklung funktioniert und wie man dafür externe Gelder heranholt und verauslagt, um konkrete Ausweisungen ins Werk zu setzen.
Und deshalb ist dieses ach so besorgte und „kümmernde“ Verhalten kaum nachvollziehbar und schon gar nicht inhaltlich-sachlich verständlich und zielführend. Im Gegenteil, es ist ggf. sogar schädlich, denn Landschaft und damit land- und forstwirtschaftliche Kulturnutzung sowie naturbelassene Bereiche und Vernetzungsstrukturen sind unwiederbringlich verloren, wenn sie erst einmal zubetoniert werden.
Und aus diesem Grund ist es für mich eine sehr weitreichende Entscheidung, wenn man einfach mal Hoppla-Hopp dafür ist, dieses Zubetonieren aus welchen Gründen auch immer zu befürworten, denn zerstört ist zerstört. Mag ja sein, dass die Mehrheit der momentan an der Macht befindlichen Entscheidungsträgerschaften nicht mehr an die Zukunft denken, weil sie selbst keine mehr haben. Kann vielleicht  auch sein, dass sie Beton mit Zukunft verbinden. Ich persönlich denke, dass die Natur und die kulturräumliche Nutzung durch Land- und Forstwirtschaft gerade im Umfeld von städtischen Agglomerationen einen ganz besonders hohen Wert haben, der niemals durch Beton aufgewogen werden kann. Landschaft ist nicht durch betonierte Wirtschaft ersetzbar, schon gar nicht, wenn bereits hunderte Hektar im direkten Umfeld bereits dafür vorgesehen sind.
Und Landschaft und damit Natur- und Kulturraum sind qualitativ betrachtet sehr viel hochstehendere Werte als Beton, Gewerbehallen und Straßen, denn sie sind nicht nur Garanten für unser aller Nahrungsmittel, sondern sie sind auch Lebensräume hunderter Lebewesen, die allesamt das ökologische Netz ausmachen, in dem wir Menschen auch nur Strandgut sind, denn mehr sind wir wir wirklich nicht. Wir strandeten an den Gestaden des Lebens und sind nicht wertvoller als ein Vogel, ein Wurm oder ein Bakterium im Boden, das für andere Pflanzengemeinschaften Stickstoff synthetisieren kann und damit zur Verfügung stellt. Und was wird wohl passieren, wenn wir immer und immer nur alles zubetonieren? Nun, dann werden auch wir Menschen einfach nur verschwinden, so wie die Vögel, die Würmer und die Bakterien, die einst das Lebensnetz bereicherten und sogar stabilisierten, in dem auch wir Menschen unser Dasein führen bzw. führten.

Nun könnte man ja denken, dass diese Zusammenhänge auch den politischen Repräsentanten geläufig sind, Sind sie aber zum überwiegenden Teil nachweislich nicht. Und nun fahren diese Repräsentanten etwas auf, was ich als plebiszitäre Beteiligungsshow interpretiere. Sie scheinen zu spüren, dass es Widerstand gibt und geben könnte und eröffnen den Reigen dieses schalen Schauspiels damit, dass sie sich jetzt darin kaprizieren, ALLE zu beteiligen. Doch woran? Sie schwurbeln etwas von „grünem Gewerbegebiet“, um schon einmal einen Begriff zu verankern, der so falsch ist, wie er zudem noch unwahr ist. Und sie erzählen eine Mär von der demokratischen Beteiligung, wo sie doch selbst die legitimierten Vertreter einer demokratischen Gesellschaft sind. Und was soll denn dabei geschehen, wo es doch die sogenannten Träger öffentlicher Belange gibt, die neben den Parlamenten dann im jeweiligen Planverfahren angehört werden und ihre fachlichen Stellungnahmen abgeben?! Ein Mehr an Beteiligung ist rein rechtlich nicht möglich. Selbst eine Bürgerinitiative hat nicht das rechtlichen Gewicht, das die Träger öffentlicher Belange haben. Und selbst wenn sie den Status eines TÖB erhielte, so ist sie dann nur eine unter vielen und ihre Stimme zählt auch genau so viel oder wenig. Sie kann, wie die Fachleute dazu gerne sagen „wegewägt“ werden. So einfach ist das.
Was soll das Ganze also? Es ist mMn eine perfide Show, deren Hauptthema das  ALLE Anhören ist, um eine scheinbare Volksnähe zu erzeugen.  Die gesetzlich zuständigen Parlamente, also die politischen Vertretungen haben bereits zugestimmt, wobei sie ganz butterweich als ersten Schritt in die avisierte Richtung die Machbarkeitsstudie ins Feld führen, die wiederum nur ein Instrument ist, um den Widerstand so klein wie nur irgend möglich zu halten und ein „kuschlig-trügerisches Netz der Volksnähe“ zu etablieren. Und wenn man das Ganze unter Kostengesichtspunkten betrachtet, dann wird es noch krasser. Wenn ich etwas erwerben oder entwickeln möchte, dann versuche ich doch die Kosten so niedrig wie nur möglich zu halten, oder nicht? Wozu also dann eine viele hunderttausende Euro kostende Machbarkeitsstudie ausschreiben? Zudem, eine Machbarkeitsstudie von denen, die das Gewerbegebiet ja selbst wollen, wird wohl welches Ergebnis zeitigen?! Na?!
Und die beiden Landkreise haben erst gar nichts zu melden in diesem Reigen, denn es sind die Kommunen Cremlingen und Königslutter selbst, bei denen die Bauleitplanung gesetzlich verankert ist. Und da diese rein raumplanerisch, und damit raumplanungsrechtlich bewertbar, nur Grundzentren darstellen, können sie beide ein so großes Gewerbegebiet gar nicht durchsetzen, selbst wenn sie wollten, ohne dass die beiden umliegenden Oberzentren dem zustimmen würden. Nun haben diese allerdings bereits klar signalisiert, dass sie diese neue Gewerbefläche „begrüßen“, doch sie haben ja selbst keinerlei potenzielle Ausgleichsflächen anzubieten, was wiederum die beiden Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel und damit die beiden kreisangehörigen Grundzentren Cremlingen und Königslutter ins Spiel bringt, denn gesetzlich ist vorgesehen, dass die notwendigen Ausgleichsflächen dort gefunden werden müssen, wo der ausgleichspflichtige Eingriff stattfindet. Zudem müsste man sich schon einmal dazu auslassen, wie man das denn gewerbesteuerrechtlich handhaben möchte, denn auch das ist ein Aspekt, der zu einem kritischen Faktor werden könnte. Und in diesen beiden wichtigen Belangen ist nichts verbindlich vereinbart worden. Warum nicht? Wenn ich doch etwas bauen möchte, dann kann ich doch nicht herumlamentieren. Dann müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Und mir kann niemand erzählen, dass die vier „Partner“ nicht über ausreichend Wissen und Kenntnisse verfügen, um hier Planspiele durchzurechnen und ähnliche Vorarbeiten vorzunehmen. Sorry, doch wer denn sonst, wenn nicht die Bauplanungsämter, Wirtschaftsförderungen, Schwurbel-GmbH´n u.e.m. in diesem Reigen?! Eine paar Striche auf eine Karte zu zeichnen, die genau so gesetzt werden, dass umliegende Planbereiche nicht berührt werden, das ist bestenfalls eine Mittelseminararbeit in Raumplanung, Bauordnungsrecht o.ä. Fachgebieten. Stattdessen soll jetzt eine teure „Machbarkeitsstudie“ ausgeschrieben werden. Ja, was ist das denn?! Ich sage es euch, man zieht sich zurück in die Deckung und gibt lieber Steuergelder aus, um dann nicht selbst in die Verantwortung genommen werden zu können. Gefälligkeitsgutachten nennen es die Fachleute. Gehen so Profis vor?! Nein, so gehen intrigante Politschwurbler vor, die noch nicht einmal den A..in der Hose haben und sich  bekennen und ihre professionellen Strukturen an die Aufgabenstellung setzen, um die notwendigen Planspiele zu machen. Es ist ein teures wie überflüssiges Possenspiel. Das hat gar nichts mit professioneller Fachlichkeit zu tun.
Nun mögt ihr vielleicht erkennen, wozu eine sog. Machbarkeitsstudie propagiert wird!?
Ich denke, sie wird nur deshalb durchgeführt, um die ansässige Bevölkerung an der Nase herumzuführen. Und zwar in der Art, dass die politischen Repräsentanten eigentlich gar nicht die Interessen der ansässigen Bevölkerung vertreten, vor allem, wenn es sich um Minderheiten handelt, die ja nicht über die gleiche Lobby verfügen, wie es andere gesellschaftlichen Gruppen haben (Bsp. Unternehmen über die IHK´n).
Und, das ist in diesem Kontext mMn wichtig, die Hauptakteure sind NICHT die Parlamente, sondern die Landrät:innen und Oberbürgermeister der beiden umliegenden Oberzentren.  Sie treiben dieses Projekt voran und ab und zu habe ich den Eindruck, sie beteiligen nur dann die Parlamente, wenn es gar nicht mehr anders geht. Ansonsten kaprizieren sie sich auf vortreffliche Weise gerne und ständig selbst und geben sich als die ach so basisorientierten „Kümmerer“ aus. Und warum tun sie das?
Ich kann euch auch keine treffsichere Antwort geben darauf. Von einer der handelnden Personen aber denke ich, dass ich eine treffsichere Antwort habe. Es ist die anstehende Kommunalwahl. Und diese Person ist so machtaffin, wie nur irgendetwas. Sie denkt wirklich, sie sei der MEGAKNALLER. Und schon alleine, weil diese Person es immer und immer wieder schafft, die eigene Bevölkerung an der Nase herumzuführen, deswegen schreibe ich hier. Denn das geht m. E. gar nicht. Es geht noch ärger. Im Falle dieses Plans kollidieren die Landes- und die Kommunalinteressen auf sehr deutliche Weise (Bsp.: Ölschiefer-Naturschutz-Landschaftserhalt-nicht notwendiges Gewerbeflächenangebot, das nur den Oberzentren etwas nützt). Auch das ist ein Grund für mich, hier zu schreiben.  Das Land sieht die Ölschiefervorkommen und will diese aus zukunftsorientierten Energiesicherungserwägungen heraus selbstverständlich „schützen“. Und die vier Partner? Sie fangen gerne damit an und schreiben „erboste“ Stellungnahmen an das Land, man möge doch diese Ölschiefervorkommen als Vorsorgebereiche endlich fallen lassen. Doch nicht, weil sie damit etwaige Naturflächen bei der Ausbeutung zerstören könnten. Nein, weil man gleich gegenüber ein großes Areal zubetonieren möchte. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Welch´eine Heuchelei!

Und nun wisst ihr, warum ich dagegen halte. Ihr dürft mich dafür hassen, ihr könnt Angst vor mir haben, ihr könnt mich der Maulwurftätigkeit bezichtigen, ihr könnte einfach so sein wir ihr wollt. Doch ich werde niemals meinen Verstand ausschalten und schweigen, wenn es um meine Lebensstätte geht, wenn es um die Menschen in meinem Umfeld geht, wenn es um die Natur, die Land- und Forstwirtschaft geht. Ich habe eine Meinung und die veröffentliche ich auch. Und ja, ich werde zur nächsten Landratswahl kandidieren und bereite das hiermit und vielen anderen Aktionen vor. Ob es euch gefällt oder nicht. Denn ich will all den aufrichtigen Menschen zeigen, dass ich ehrlich und aufrichtig meinen ganzen Verstand in die Arbeit einbringe. Und ich gehöre niemals zu den sich Bückenden, den Fähnchen in den Wind Haltenden, um mich dann umgarnen zu lassen vor irgendwelchen Schwurblern, wenn diese große Stücke auf mich halten, weil ich ihnen ggf. andiene. Nein! Das ist nicht meins! Ich habe einen sehr gut geschulten Fach- und Sachverstand und mir ist es gleichgültig, ob sich jemand daran stört oder gar reibt, wenn er eine andere Meinung vertritt. Solange diese Meinung schaden verursacht, solange es nicht einem überwiegenden Teil der Menschen in den Dörfern, in den Firmen, den Firmen selbst Nutzen bringt, werde ich NICHT schweigen und den Disput eröffnen und nicht davon abzubringen sein, um die Sache zu streiten bis eine Lösung gefunden worden ist. Und die kann auch sein, dass man einfach etwas sein lässt, wie in diesem Fall hier, weil man genügend Vorratsflächen im nahen Umfeld hat, die erst einmal an dem Markt gebracht sein wollen bzw. planerisch „reif gemacht“ werden müssen, bevor man unverbrauchte Natur- und Kulturlandschaft zubetoniert.

Und da es mein Lieblingsmotto ist, hier noch dieses:
Lebt, liebt, lernt und lacht!